Archive for the ‘Crowdsourcing’ tag
2 Crowdsourcing/Crowdfunding Case Studies [VIDEO]
Zwei sehenswerte Case Studies von „gecrowdeten” Projekten zeigten bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Winterthur die Möglichkeiten und Grenzen der Interaktion und Zusammenarbeit mit dem Publikum auf.
Mit Gregor Schmidinger (AT), Produzent und Regisseur des Kurzfilms „Homophobia” und Milad Ahmadvand (IR) Projektleiter des interaktiven Dokumentarfilmprojektes „Die Schweiz Tanzt” (in Entwicklung).
Moderation: Christian Ströhle
Crowdfunding-Seminar in Berlin (Networking-Event)
Liebe Filmemacher-Freunde aus Berlin und Umgebung,
Schon länger beschäftigt mich der Gedanke, ein halbtägiges Crowdfunding-Seminar in Berlin abzuhalten. Zielgruppe: Film- und Medienmacher.
Ich war in den letzten Monaten mehrmals in Berlin zu diesem Thema eingeladen, etwa beim dfc oder bei der co:funding. Manche von euch kennen mich von diesen Veranstaltungen, andere über Twitter, Facebook, Blog etc. Einige von euch haben mich bereits direkt kontaktiert, um sich Ideen und Unterstützung zu holen, weil das eine oder andere Crowdfunding-Projekt ansteht. Immer wieder kamen wir aber in unseren Gesprächen an den Punkt, dass ein persönliches Treffen sinnvoll wäre.
Ein Seminar muss also her! Das hat den Vorteil, dass grundlegende Fragen geklärt werden und ihr eure Ideen sozusagen öffentlich weiterentwickeln oder testen könnt. Individuelle Fragen würden wir dann über anschließende Einzelsessions klären, so die Idee.
Wie es der Zufall so will, weilt der US-Filmemacher Lucas McNelly im August in Europa, genauer gesagt in Großbritannien. Über seine Crowdfunding-Kampagne “A Year Without Rent” habe ich hier bereits berichtet.
Mein Twitter-Kollege spoxx hat mich in diesem Zusammenhang gefragt, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gäbe, Lucas nach Deutschland einzufliegen, um sein Know-How in Sachen Independent Film und Crowdfunding unseren deutschsprachigen Kollegen zugänglich zu machen. Nach längerem Hin- und Her haben wir uns nun dazu entschieden gemeinsam ein
CROWDFUNDING-SEMINAR FÜR FILMEMACHER IN BERLIN, FEATURING LUCAS MCNELLY zu veranstalten und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen
Und so stellen wir uns das vor (Kurzversion):
Wir schlagen euch einen Termin und einen ungefähren Ablauf vor und starten Anfang kommender Woche eine Crowdfunding-Kampagne, über die ihr die Teilnahme am Seminar erwerben könnt (ähnlich wie ich es mit David Röthler beim Crowdfunding-Webinar gemacht habe). Nach dem Seminar bzw. am nächsten Tag stehe ich für Einzelsessions zur Verfügung, die ebenfalls als Prämie (zu einem relativ günstigen Preis) erworben werden können. Lucas würde außerdem seinen Film “Blanc de Blanc” mitnehmen und ein exklusives Screening mit uns veranstalten. Die Teilnahme an der Vorstellung wird eine weitere Prämie darstellen. Über das Crowdfunding sollen etwaige Kosten abgedeckt werden, darunter Anreise, Übernachtung, Raummiete, Buffet, Honorare, Organisation etc.
Jetzt die HARD FACTS:
- THEMA: Crowdfunding für Independent Filmemacher
- TERMIN für SEMINAR: 13. AUGUST 2011
- UHRZEIT: 15:00 bis 19:00 Uhr
- ABLAUF SEMINAR: Einführung in das Thema Crowdfunding im Filmbereich mit zahlreichen Beispielen durch Wolfgang Gumpelmaier, Erfahrungsberichte durch Wolfgang Gumpelmaier (CHI L’HA VISTO – WO BIST DU), Lucas McNelly (A Year Without Rent) und ev. einem weiteren Filmemacher, danach offene Runde mit Projektvorstellung (Workshop-Charakter).
- STADT: Berlin
- ORT: noch offen, aber bereits angefragt –> benötigte Technik: Internet/WIFI, Projektor, Leinwand, Ton
- TERMIN für EINZELSESSIONS: 14. AUGSUT 2011, ab 10:00 Uhr
- SPRACHE: Englisch
- KOSTEN TEILNAHME: € 50,- (voraussichtlich)
Es werden via Stream vielleicht auch Leute aus den USA oder sonst wo dabei sein, daher die Uhrzeit. Grundsätzlich wird die Teilnahme via Stream kostenlos sein. Das sollte euch aber nicht stören, da es in erster Linie darum geht, dass die Teilnehmer vor Ort sich kennenlernen, Kontakte knüpfen etc. Außerdem können Teilnehmer per Stream gerne auch ein paar Euro beisteuern
Etwaige Förderungen, Sponsoren und Partner sind ebenfalls bereits angefragt, allerdings wollen wir hier nicht allzu viel versprechen. Vor allem der Ort für das Seminar ist noch unklar, da beide Locations, die ich angefragt hatte an besagtem Termin nicht mehr verfügbar sind. Vielleicht hat also der eine oder andere von euch hier eine Idee?
So viel zu unseren Überlegungen, jetzt seid ihr dran. Schreibt uns bitte über’s Wochenende eure Ideen, Wünsche und Kommentare, damit wir diese kommende Woche noch berücksichtigen können. Den Start der Crowdfunding-Kampagne teile ich dann in einem extra Blogeintrag bzw. manchen von euch via E-Mail persönlich mit.
Ich für meinen Teil verabschiede mich jetzt erstmal und freue mich auf ein baldiges Kennenlernen in Berlin!
Tim Burton schreibt Drehbuch via Twitter
“Stainboy, using his obvious expertise, was called in to investigate mysterious glowing goo on the gallery floor #BurtonStory”
Mit diesem Satz beginnt die Geschichte zu Tim Burton‘s aktuellem Projekt Cadavre Exquis, das er begleitend zu seiner Ausstellung beim TIFF in Toronto gestartet hat.
Dabei handelt es sich um ein experimentelles Drehbuch-Experiment, das er mit Hilfe der Twitter-Community erarbeiten möchte. Mit dem Hashtag #BurtonStory kann jeder bis 6. Dezember 2010 seinen Beitrag zur Geschichte leisten. Der beste Tweet des Tages wird dann fixer Bestandteil der Stainboy-Story, die über die Webseite burtonstory.com verfolgt werden kann.
Was mit Stainboy nach seiner Fertigstellung passiert, scheint noch unklar. Fans hoffen jedoch auf eine rasche Verfilmung der Geschichte. Bis es soweit ist, kann man sich im YouTube-Kanal des TIFF Bell Lightbox den Trailer zur Burton-Ausstellung und ein paar Ausstellungsvideos ansehen:
Mein Fazit zum Workshop on Demand
Ihr fragt euch wohl längst, was aus meinem Workshop on demand-Experiment geworden ist? Kürzer könnte die Antwort nicht sein: NICHTS. Leider!
Spät, aber doch möchte ich euch nun mein Fazit zur Aktion mitteilen und dies gleich zum Anlass nehmen, es als Beitrag zu Blogparade von Karin Janner mit dem Thema “Crowdsourcing, Contests, Open Innovation – gut oder böse?” zu verwenden. Denn auch in meinem Experiment ging es ja im Grunde um nichts anderes als Crowdsourcing.
Für alle, die erst jetzt einsteigen: die Idee war, einen Workshop zum Thema “Social Media für Filmemacher” in Hamburg zu veranstalten. Dabei hatte ich den potenziellen Teilnehmern mehrere Gestaltugsmöglichkeiten offen gelassen: sie konnten sowohl das Thema mitbestimmen, als auch die Location und sogar die Kosten. Die Details lest ihr aber am besten hier selber nach.
Laut amiando wurde das Event über 1.100 Mal aufgerufen, der ursprüngliche Blog- Eintrag laut Google Analytics ebenfalls mehrere hunderte Male geklickt. Mit der Verbreitung bin ich also eigentlich zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass all diese Klicks “nur” via Blog, Twitter und Facebook innerhalb von kurzer Zeit zustande kamen.
Vielleicht scheiterte das Experiment am Faktor “Zeit”? Den Aufruf startete ich am 16. September, der Termin für den Workshop war am 9. Oktober 2010. Und wie ihr wisst, dauert im Internet bzw. im Social Web alles seine Zeit. Dennoch, innerhalb weniger Tage hatten sich vier Personen angemeldet, die sich übrigens auch hinsichtlich der Konkretisierung des Themas via E-Mail einbrachten.
Bis zur letzten Minute hoffte ich also, dass der Workshop stattfindet. Und ich muss gestehen, ich hätte ihn auch nur mit vier Teilnehmern durchgezogen, obwohl mein Ziel bei mindestens 10 Personen lag.
Letztendlich aber war es nicht die Zeit, sondern der Ort. Da ich ja nicht aus Hamburg bin und zuvor bereits alle mir bekannten Locations durchprobiert habe, verließ ich mich auf die Mithilfe der “Community”. Und ich bekam auch ein paar sehr nette und brauchbare Vorschläge. Aber: an diesem Wochenende fand das Filmfest Hamburg statt, was nebenbei auch der Grund war, warum ich überhaupt nach Hamburg reiste. Lange Rede, kurzer Sinn: alle film-affinen Veranstaltungsorte waren belegt. Alle Versuche, einen Raum an der Universität, in Büros und sogar privaten Unterkünften zu finden waren vergebens. Somit gab ich am Freitag auf, denn ohne geeigneten Ort kein Workshop. Ich entschied mich dazu, mich mit den angemeldeten Teilnehmern zumindest in einem Kaffeehaus zu einem lockeren Gespräch zu treffen.
Als kleinen Anreiz, am Workshop teilzunehmen, hatte sich übrigens wenige Tage vor dem Workshop die Video-on-Demand Plattform www.realeyz.tv dazu bereit erklärt, 10 Gutschein-Codes zur Verfügung zu stellen. Mangels ausreichender Kommunikation meinerseits kamen diese jedoch leider nicht rechtzeitig. Ich habe diese aber nun einem anderen guten Zweck zugeführt und sie Hans Hafner für sein Crowdfunding-Projekt überlassen.
Wie gesagt, es war ein Experiment! Dennoch bleibt die Frage offen: Wollen die Leute überhaupt mitbestimmen? Ist Crowdsourcing überhaupt möglich?
Klar! Ich denke nach wie vor, dass diese Art des User-Involvement grundsätzlich funktionieren kann. Dazu müssen jedoch verschiedene Voraussetzungen gegeben sein, die offensichtlich in meinem Fall nicht da waren. Ich werde auch in Zukunft weiterhin solche Experimente starten, mit dem Ziel, eines Tages schlauer zu sein
Abschließend sei gesagt: wenn auch der Workshop nicht stattgefunden hat, ich habe dadurch eine Menge netter Leute kennen gelernt, allen voran Marco, Stefan und das Team von realeyz.tv, die mich beim nächsten Mal aus voller Kraft unterstützen werden. Danke!
Der Blogparaden-Herbst hat begonnen
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde jetzt schon kaum Zeit, regelmäßig zu bloggen. Das wird mir in den kommenden Wochen wohl auch nicht erleichtert, denn momentan sind ein paar höchst interessante Blogparaden ausgeschrieben:
Da wäre etwa der Aufruf zur Blogparade mit dem Titel 10 WordPress-Plugins, die auf keinem Blog fehlen dürfen von Karl-Heinz Wenzlaff auf www.blogtrainer.de. Bis 30. November können alle WordPress-User ihre ultimative Plugin-Liste 2010 vorstellen, mit dem Ziel eine Übersicht der Top 10 WordPress Plugins zu schaffen. Ich selbst habe bereit vor ein paar Monaten meine Lieblings-Plugins (übrigens mit Screenshots) vorgestellt. Ein Update dieses Artikels ist also mein Beitrag zur WP-Blogparade.
Bei Kerstin Hoffmann habe ich über Mach das Web zu einem schlaueren Ort! gelesen, einer Aktion von Jochen Mai. Seine Idee:
“Machen Sie mit und mit mir das Internet zu einem schlaueren Ort. Suchen Sie sich die zehn (oder mehr) seltensten Fragen, mit denen Menschen zu Ihrem Blog finden – und beantworten Sie diese. Ob ausführlich, kompetent, humorvoll oder ironisch ist letztlich egal. Hauptsache unterhaltsam. Machen Sie Ihre Webseite zu einem Ort, an dem noch offene Fragen endlich beantwortet werden.”
In den Blog-Beiträgen der Parade sollen also Fragen beantwortet werden, die Internet-Nutzer gestellt und sie dabei auf ihren Blog geführt haben. Also Statistiken durchforsten und alle offenen Fragen beantworten!
Karin Janner wiederum stellt in ihrem NewMarketing Blog die Frage Crowdsourcing, Contests, Open Innovation – gut oder böse? und sammelt dazu bis zum 25.11. Meinungen und Erfahrungen ein!
Leider schon zu Ende, aber durchaus sehr spannend war auch die erste Videoparade Deutschlands, initiiert von www.zauberpage.de. Deie Teilnahmebedingungen:
“Alle Teilnehmer veröffentlichen in einem Beitrag 2 Videos und ein drittes Video von einen teilnehmenden Webmaster. Und verlinken diesen Artikel natürlich. Das heißt also je lustiger eure eingestellten Video’s sind um so mehr Links könnt ihr ergattern. Damit natürlich andere Webmaster wissen das ihr hier teilnehmt solltet ihr dann hier einen Kommentar/Trackback bzw. Pingback zu euren Artikel hinterlassen.”
Soweit so gut, für Karin’s Parade habe ich schon eine Idee, um die Fragen meiner Blog-Leser zu beantworten, muss ich mir wohl kommende Woche mal ein Stündchen abzwacken. Wie dem auch sei, ich habe jetzt Lust bekommen, selber eine Blogparade zu veranstalten, Thema bereits in Arbeit
Übrigens, eine Übersicht über aktuelle Blogparaden und eine Erklärung des Begriffs gibt es auf Blog-Parade.de.
Ich wünsche euch allen einen schönen Blogparaden-Herbst!
Das Leben in einem Tag – Social Media Geschichten
Vor einigen Wochen hat YouTube das Projekt Life in a day (Deutscher Titel: Das Leben in einem Tag) vorgestellt – nachzulesen u.a. auf Mashable- , ein “historisches globales Experiment”, wie es im dazu im eigens gebrandeten YouTube-Kanal heißt.
Am 24. Juli 2010 sind alle YouTuber aufgerufen, ein ganz persönliches Ereignis an diesem Tag auf Video festzuhalten und bis 31. Juli auf YouTube upzuloaden. Alle eingereichten Videos werden dann von Regisseur Kevin Macdonald und Produzent Ridley Scott zu einem abendfüllenden Experimental-Dokumentarfilm zusammengeschnitten, mit dem Ziel beim Sundance Film Festival im kommenden Jahr Premiere zu feiern. Der Film wird natürlich im Anschluss daran auch auf YouTube zu sehen sein.
Schafft es dein Beitrag in den Film, wirst du als Co-Regisseur genannt und gehörst vielleicht zu den 20 Gewinnern, die bei der Premiere dabei sein dürfen. Zuvor ist es jedoch wichtig, in deinem Video einer der folgenden Fragen nachzugehen, damit die Filmemacher leichter einen roten Faden finden können, der sich durch die Geschichten zieht:
- Was liebst du?
- Wovor hast du Angst?
- Was bringt dich zum Lachen?
- Was hast du in deiner Hosentasche?
(Anmerkung: Letzteres motiviert sicherlich Fans des Spieles “Hosentaschen-Poker”)
Die Idee, die YouTube-Gemeinschaft dokumentarisch festzuhalten, ist nicht neu und spätestens seit dem Independent Film Butterflies auch relativ erfolgreich. Ebenso gibt es immer wieder Filmprojekte, die mittels Crowd-Sourcing versuchen, die Community direkt in den Produktionsprozess miteinzubeziehen. Aktuell zu nennen wäre hier das Bitfilm Festival, das in diesem Jahr ein ähnliches Konzept verfolgt und zum Festival eingereichte Kurzfilme zu einem Langfilm vereinen will.
Dennoch bin ich auf das Ergebnis und vor allem auch auf die anschließende Verwertung dieses Experiments gespannt. Mehr Details gibt’s auf YouTube, hier der Video-Aufruf zu Life in a day:
Dass die Einbeziehung der Nutzer bei den Nutzern selbst, aber auch bei den Medien momentan äußerst beliebt ist, dass hat auch Facebook erkannt und sich kurzerhand mit Facebook Stories selbst zu den unlängst erreichten 500 Millionen Usern weltweit gratuliert:
Mit Facebook Stories will das Soziale Netzwerk all seinen Usern für die anhaltende Unterstützung danken und veröffentlicht aus diesem Grund deren persönliche Geschichten im Zusammenhang mit dem Netzwerk. Andere Nutzer haben die Möglichkeit, diese Geschichten entweder nach Ort oder Thema zu filtern und erhalten dadurch einen Einblick in die vielfältigen Facetten der Facebook Nutzerschaft.
So schreibt etwa ein User aus Wien:
Hey, all my friends played Farmville on Facebook so I did too. It was the only reason why I used Facebook, I guess. But then I realized that it’s amazing =D yeah that’s my story ..
Inwiefern Facebook diese Anwendung in Zukunft weiter ausbauen wird, bleibt unklar. Als Marketing-Aktion funktioniert sie aber perfekt, ebenso wie der dazugehörende Tabellenreiter auf der Facebook Fanseite, auf dem die Mitarbeiter des Unternehmens jedem Benutzer ihre persönliche Danksagung aussprechen!




