Das Leben in einem Tag – Social Media Geschichten

Vor einigen Wochen hat YouTube das Projekt Life in a day (Deutscher Titel: Das Leben in einem Tag) vorgestellt – nachzulesen u.a. auf Mashable– , ein „historisches globales Experiment“, wie es im dazu im eigens gebrandeten YouTube-Kanal heißt.

Am 24. Juli 2010 sind alle YouTuber aufgerufen, ein ganz persönliches Ereignis an diesem Tag auf Video festzuhalten und bis 31. Juli auf YouTube upzuloaden. Alle eingereichten Videos werden dann von Regisseur Kevin Macdonald und Produzent Ridley Scott zu einem abendfüllenden Experimental-Dokumentarfilm zusammengeschnitten, mit dem Ziel beim Sundance Film Festival im kommenden Jahr Premiere zu feiern. Der Film wird natürlich im Anschluss daran auch auf YouTube zu sehen sein.

Schafft es dein Beitrag in den Film, wirst du als Co-Regisseur genannt und gehörst vielleicht zu den 20 Gewinnern, die bei der Premiere dabei sein dürfen. Zuvor ist es jedoch wichtig, in deinem Video einer der folgenden Fragen nachzugehen, damit die Filmemacher leichter einen roten Faden finden können, der sich durch die Geschichten zieht:

  • Was liebst du?
  • Wovor hast du Angst?
  • Was bringt dich zum Lachen?
  • Was hast du in deiner Hosentasche?

(Anmerkung: Letzteres motiviert sicherlich Fans des Spieles „Hosentaschen-Poker“)

Die Idee, die YouTube-Gemeinschaft dokumentarisch festzuhalten, ist nicht neu und spätestens seit dem Independent Film Butterflies auch relativ erfolgreich. Ebenso gibt es immer wieder Filmprojekte, die mittels Crowd-Sourcing versuchen, die Community direkt in den Produktionsprozess miteinzubeziehen. Aktuell zu nennen wäre hier das Bitfilm Festival, das in diesem Jahr ein ähnliches Konzept verfolgt und zum Festival eingereichte Kurzfilme zu einem Langfilm vereinen will.

Dennoch bin ich auf das Ergebnis und vor allem auch auf die anschließende Verwertung dieses Experiments gespannt. Mehr Details gibt’s auf YouTube, hier der Video-Aufruf zu Life in a day:

Dass die Einbeziehung der Nutzer bei den Nutzern selbst, aber auch bei den Medien momentan äußerst beliebt ist, dass hat auch Facebook erkannt und sich kurzerhand mit Facebook Stories selbst zu den unlängst erreichten 500 Millionen Usern weltweit gratuliert:

Mit Facebook Stories will das Soziale Netzwerk all seinen Usern für die anhaltende Unterstützung danken und veröffentlicht aus diesem Grund deren persönliche Geschichten im Zusammenhang mit dem Netzwerk. Andere Nutzer haben die Möglichkeit, diese Geschichten entweder nach Ort oder Thema zu filtern und erhalten dadurch einen Einblick in die vielfältigen Facetten der Facebook Nutzerschaft.

So schreibt etwa ein User aus Wien:

Hey, all my friends played Farmville on Facebook so I did too. It was the only reason why I used Facebook, I guess. But then I realized that it’s amazing =D yeah that’s my story ..

Inwiefern Facebook diese Anwendung in Zukunft weiter ausbauen wird, bleibt unklar. Als Marketing-Aktion funktioniert sie aber perfekt, ebenso wie der dazugehörende Tabellenreiter auf der Facebook Fanseite, auf dem die Mitarbeiter des Unternehmens jedem Benutzer ihre persönliche Danksagung aussprechen!

Facebook Dankeschön



2 Antworten zu “Das Leben in einem Tag – Social Media Geschichten”

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Wolfgang Gumpelmaier, socialmediascan. socialmediascan said: RT Nur noch ein paar Stunden: Das Leben in einem Tag – Social Media Geschichten http://bit.ly/dr1Obf http://bit.ly/9aE1Kb […]

  2. […] Vorgeschichte: vor einigen Woche habe ich hier im Blog über das experimentelle Filmprojekt Life in a day berichtet. YouTube rief dabei die Community dazu auf, einen Tag im Leben zu filmen und auf YouTube […]