Mein Fazit zum Workshop on Demand

Ihr fragt euch wohl längst, was aus meinem Workshop on demand-Experiment geworden ist? Kürzer könnte die Antwort nicht sein: NICHTS. Leider!

Spät, aber doch möchte ich euch nun mein Fazit zur Aktion mitteilen und dies gleich zum Anlass nehmen, es als Beitrag zu Blogparade von Karin Janner mit dem Thema „Crowdsourcing, Contests, Open Innovation – gut oder böse?“ zu verwenden. Denn auch in meinem Experiment ging es ja im Grunde um nichts anderes als Crowdsourcing.

workshop on demand

Für alle, die erst jetzt einsteigen: die Idee war, einen Workshop zum Thema „Social Media für Filmemacher“ in Hamburg zu veranstalten. Dabei hatte ich den potenziellen Teilnehmern mehrere Gestaltugsmöglichkeiten offen gelassen: sie konnten sowohl das Thema mitbestimmen, als auch die Location und sogar die Kosten. Die Details lest ihr aber am besten hier selber nach.

Laut amiando wurde das Event über 1.100 Mal aufgerufen, der ursprüngliche Blog- Eintrag laut Google Analytics ebenfalls mehrere hunderte Male geklickt. Mit der Verbreitung bin ich also eigentlich zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass all diese Klicks „nur“ via Blog, Twitter und Facebook innerhalb von kurzer Zeit zustande kamen.

Vielleicht scheiterte das Experiment am Faktor „Zeit“? Den Aufruf startete ich am 16. September, der Termin für den Workshop war am 9. Oktober 2010. Und wie ihr wisst, dauert im Internet bzw. im Social Web alles seine Zeit. Dennoch, innerhalb weniger Tage hatten sich vier Personen angemeldet, die sich übrigens auch hinsichtlich der Konkretisierung des Themas via E-Mail einbrachten.

Bis zur letzten Minute hoffte ich also, dass der Workshop stattfindet. Und ich muss gestehen, ich hätte ihn auch nur mit vier Teilnehmern durchgezogen, obwohl mein Ziel bei mindestens 10 Personen lag.

Letztendlich aber war es nicht die Zeit, sondern der Ort. Da ich ja nicht aus Hamburg bin und zuvor bereits alle mir bekannten Locations durchprobiert habe, verließ ich mich auf die Mithilfe der „Community“. Und ich bekam auch ein paar sehr nette und brauchbare Vorschläge. Aber: an diesem Wochenende fand das Filmfest Hamburg statt, was nebenbei auch der Grund war, warum ich überhaupt nach Hamburg reiste. Lange Rede, kurzer Sinn: alle film-affinen Veranstaltungsorte waren belegt. Alle Versuche, einen Raum an der Universität, in Büros und sogar privaten Unterkünften zu finden waren vergebens. Somit gab ich am Freitag auf, denn ohne geeigneten Ort kein Workshop. Ich entschied mich dazu, mich mit den angemeldeten Teilnehmern zumindest in einem Kaffeehaus zu einem lockeren Gespräch zu treffen.

Als kleinen Anreiz, am Workshop teilzunehmen, hatte sich übrigens wenige Tage vor dem Workshop die Video-on-Demand Plattform www.realeyz.tv dazu bereit erklärt, 10 Gutschein-Codes zur Verfügung zu stellen. Mangels ausreichender Kommunikation meinerseits kamen diese jedoch leider nicht rechtzeitig. Ich habe diese aber nun einem anderen guten Zweck zugeführt und sie Hans Hafner für sein Crowdfunding-Projekt überlassen.

Wie gesagt, es war ein Experiment! Dennoch bleibt die Frage offen: Wollen die Leute überhaupt mitbestimmen? Ist Crowdsourcing überhaupt möglich?

Klar! Ich denke nach wie vor, dass diese Art des User-Involvement grundsätzlich funktionieren kann. Dazu müssen jedoch verschiedene Voraussetzungen gegeben sein, die offensichtlich in meinem Fall nicht da waren. Ich werde auch in Zukunft weiterhin solche Experimente starten, mit dem Ziel, eines Tages schlauer zu sein 🙂

Abschließend sei gesagt: wenn auch der Workshop nicht stattgefunden hat, ich habe dadurch eine Menge netter Leute kennen gelernt, allen voran Marco, Stefan und das Team von realeyz.tv, die mich beim nächsten Mal aus voller Kraft unterstützen werden. Danke!



4 Antworten zu “Mein Fazit zum Workshop on Demand”

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